Fassade dämmen ohne dickes WDVS: Geht das mit Einblasdämmung?

Viele Eigentümer möchten ihre Fassade dämmen, scheuen aber den Aufwand eines klassischen Wärmedämmverbundsystems: Gerüst, dicke Dämmplatten, neuer Putzaufbau – und am Ende sieht das Haus völlig anders aus. Die gute Nachricht: Wenn Ihr Haus über zweischaliges Mauerwerk verfügt, können Sie Ihre Fassade dämmen, ohne ein dickes WDVS aufzubringen. Mit Einblasdämmung lässt sich die Außenwand isolieren, ohne die vorhandene Fassadenverkleidung überhaupt zu verändern. In diesem Beitrag zeigen wir, wie das funktioniert und wann sich welche Methode lohnt.

Fassade dämmen: WDVS oder Einblasdämmung?

Wenn es darum geht, die Fassade zu dämmen, denken die meisten zuerst an ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Dabei werden Dämmplatten von außen auf die Wand geklebt und gedübelt, anschließend folgt ein neuer Putzaufbau. Das WDVS erzielt eine sehr gute Dämmwirkung, verändert aber das Erscheinungsbild der Fassade vollständig, erfordert ein Gerüst und ist mit vergleichsweise hohen Kosten verbunden. Bei Häusern mit zweischaligem Mauerwerk gibt es eine Alternative: die Einblasdämmung der vorhandenen Hohlschicht zwischen Innen- und Außenwand. So lässt sich die Fassade dämmen, ohne ein dickes WDVS aufzubauen und ohne die bestehende Fassadenverkleidung – etwa Klinker – zu verlieren.

Haus-Außenwand isolieren ohne Eingriff in die Optik

Gerade bei Klinkerfassaden oder denkmalgeschützten Gebäuden ist es oft gar nicht gewünscht oder erlaubt, die äußere Optik durch ein WDVS zu verändern. Mit der Einblasdämmung können Sie Ihre Außenwand isolieren, ohne die Fassadenverkleidung anzutasten: Über ein Raster kleiner Bohrlöcher in den Fugen wird Dämmstoff direkt in die Hohlschicht eingebracht. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Bohrlöcher unauffällig verschlossen, sodass die Fassade optisch praktisch unverändert bleibt – ein entscheidender Vorteil, wenn Sie Ihre Fassade dämmen möchten, ohne das Gesamtbild Ihres Hauses zu verändern.

Vorteile, wenn Sie die Fassade ohne WDVS dämmen

  • Kein Gerüst nötig: Die Einblasdämmung kommt meist ohne aufwendiges Gerüst aus.
  • Geringere Kosten: Im Vergleich zum WDVS sind die Kosten der Einblasdämmung deutlich niedriger.
  • Schnelle Umsetzung: Während ein WDVS mehrere Tage bis Wochen dauert, ist die Fassade beim Dämmen per Einblasdämmung oft an einem Tag fertig.
  • Fassadenverkleidung bleibt erhalten: Klinker, Sichtmauerwerk oder bestehender Putz müssen nicht verändert werden.
  • Geeignet für viele Bestandshäuser: Insbesondere Gebäude aus den 1950er- bis 1990er-Jahren mit zweischaligem Mauerwerk profitieren.

Wann reicht Einblasdämmung nicht aus und ein WDVS ist sinnvoller?

Nicht jede Fassade lässt sich per Einblasdämmung dämmen. Bei einschaligem Mauerwerk ohne Hohlschicht – etwa bei vielen Massivhäusern ohne Verblendschale – fehlt der Hohlraum, den die Einblasdämmung benötigt. In diesem Fall ist ein Wärmedämmverbundsystem oder eine andere Außendämmung die richtige Wahl, um die Außenwand zu isolieren. Auch wenn ein ohnehin geplanter neuer Außenputz oder eine neue Fassadenverkleidung ansteht, kann sich ein WDVS lohnen, weil sich die Dämmmaßnahme dann mit der ohnehin fälligen Arbeit kombinieren lässt.

Kosten im Vergleich: Fassade dämmen mit WDVS oder Einblasdämmung

MethodeRichtwert Kosten pro m² Fassade
Einblasdämmung der Hohlschichtca. 15 – 25 €
Wärmedämmverbundsystem (WDVS)ca. 120 – 200 €

Der Unterschied erklärt sich vor allem durch den Aufwand: Während die Einblasdämmung lediglich vorhandene Hohlräume verfüllt, umfasst das WDVS Gerüst, Dämmplatten, Armierung und kompletten Neuaufbau des Putzes. Wer seine Fassade dämmen möchte, sollte deshalb zuerst prüfen lassen, ob das Mauerwerk für eine Einblasdämmung geeignet ist.

So finden Sie heraus, ob Ihre Fassade für Einblasdämmung geeignet ist

Ob Ihr Haus über eine geeignete Hohlschicht verfügt, lässt sich mit einer Endoskop-Kamera direkt am Mauerwerk zuverlässig feststellen. Diese Prüfung übernehmen wir bei der kostenlosen Vor-Ort-Beratung, bevor wir Ihnen einen konkreten Vorschlag machen, wie Sie Ihre Fassade am sinnvollsten dämmen.

Lässt sich die Fassade später trotzdem noch mit WDVS dämmen?

Eine häufige Frage lautet, ob eine Einblasdämmung eine spätere WDVS-Dämmung ausschließt. Das ist nicht der Fall: Beide Maßnahmen schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern lassen sich sogar sinnvoll kombinieren. Viele Eigentümer entscheiden sich zunächst dafür, die Fassade kostengünstig per Einblasdämmung zu dämmen, und bringen erst Jahre später, wenn ohnehin ein neuer Außenputz ansteht, zusätzlich ein WDVS auf. So lässt sich die Fassade in zwei wirtschaftlich sinnvollen Schritten dämmen, statt von Anfang an die hohen Kosten eines kompletten Wärmedämmverbundsystems zu tragen.

Fassade dämmen ohne WDVS: Für wen lohnt sich das besonders?

Besonders sinnvoll ist es, die Fassade ohne dickes WDVS zu dämmen, wenn Ihnen der Erhalt der vorhandenen Klinker- oder Putzfassade wichtig ist, wenn kein Gerüst und keine wochenlange Baustelle vor dem Haus gewünscht sind oder wenn das Budget für eine vollständige WDVS-Dämmung aktuell nicht zur Verfügung steht. In all diesen Fällen bietet die Einblasdämmung der Hohlschicht eine wirtschaftliche und schnelle Möglichkeit, die Außenwand zu isolieren, ohne auf eine spürbare Verbesserung der Energieeffizienz zu verzichten.

Ablauf, wenn Sie die Fassade per Einblasdämmung ohne WDVS dämmen

  1. Kostenlose Besichtigung der Fassade und Kameraprüfung der Hohlschicht
  2. Festpreisangebot für die Einblasdämmung Ihrer Fassade
  3. Setzen der Bohrlöcher im Fugenraster der Außenschale
  4. Einblasen des Dämmstoffs bis zur vollständigen Verfüllung der Hohlschicht
  5. Farblich angepasstes Verschließen der Bohrlöcher

So lässt sich die Fassade dämmen, ohne ein WDVS aufzubauen, meist innerhalb eines einzigen Arbeitstages – ohne Gerüst und ohne dass Ihr Haus für Wochen eingerüstet ist.

Möchten Sie Ihre Fassade dämmen, ohne ein dickes WDVS aufzubauen? Wir prüfen kostenlos, ob Einblasdämmung für Ihr Haus infrage kommt.

Häufige Fragen: Fassade dämmen ohne WDVS

Kann ich meine Fassade dämmen, ohne die Optik zu verändern?

Ja, sofern Ihr Haus über zweischaliges Mauerwerk mit Hohlschicht verfügt. Die Einblasdämmung erfolgt über kleine, später unauffällig verschlossene Bohrlöcher.

Ist Einblasdämmung genauso wirksam wie ein WDVS?

Die Einblasdämmung füllt die vorhandene Hohlschicht vollständig und verbessert den Dämmwert spürbar. Ein WDVS kann durch zusätzliche Dämmstärke theoretisch einen höheren Dämmwert erreichen, ist dafür aber deutlich aufwendiger und teurer.

Wie finde ich heraus, ob mein Haus für Einblasdämmung statt WDVS geeignet ist?

Eine Kameraprüfung der Hohlschicht vor Ort schafft Klarheit. Diese Prüfung führen wir im Rahmen der kostenlosen Beratung durch.

Kann ich später trotzdem noch ein WDVS auf meine Fassade aufbringen?

Ja, eine Einblasdämmung schließt ein späteres WDVS nicht aus. Viele Eigentümer dämmen die Fassade zunächst per Einblasdämmung und ergänzen Jahre später, wenn ohnehin ein neuer Außenputz ansteht, ein zusätzliches Wärmedämmverbundsystem.

Lesen Sie auch unsere Beiträge Hohlschichtdämmung Kosten und Altbau dämmen: Welche Dämmung ist sinnvoll?. Weitere Informationen finden Sie auf der Startseite von ThermoKern.

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